50 Jahre Natur- und Vogelschutzverein
Gipf-Oberfrick
1939-1989
Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen über die Geschichte des Natur- und Vogelschutzvereines Gipf-Oberfrick.
Fast alle Infos stammen aus der Jubiläumsschrift

Natur- und Vogelschutzverein
Gipf-Oberfrick
1939-1989
50 Jahre

Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Erforschen unserer Geschichte.

INHALT
Warum ein Vogelschutzverein?
Gratulation des Gemeindeammanns
Die Szene hat geändert
Vorwort des Präsidenten
Einleitung der Chronistin
Wie es begann
Rektor Albert Hort
Gründer und erster Präsident von 1939 bis 1952
....Lehrer Gottfried Schmid
Was Präsident Schmid beunruhigte
Biologische Zusammenhänge
Der zweite Präsident von 1952 bis 1966
....Rudolf Schmid, Jagdaufseher
Protokoll über die Elsternbekämpfung vom 19. Mai 1950
Ein Velo aus dem Mäusefanggeld
Nistkastenkontrolle
Personelles unter dem Präsidium von Rudolf Schmid
Der dritte Präsident von 1966 bis 1979
....Hans Rüfenacht, Jagdaufseher
Die Idee eines Naturschutzreservates taucht auf
Schwalbenrettungsaktion
Der vierte Präsident ab 1979
....Theophil Schläpfer
Es entstehen zwei Feuchtbiotope
Ornithologisches Inventar
Nutzungsplanung
Bachuferbepflanzung
Bergfinken-Invasion
Ein Naturlehrpfad
Personelles der jüngstvergangenen Jahre
Vom Vogelschutzverein zum Natur- und Vogelschutzverein Gipf-Oberfrick (NVV-Gipf-Oberfrick)
Zum Schluss
Allerlei Erwähnenswertes aus den 50 Jahren des Vereins
Höhepunkte im Vereinsleben
Personelles über 60 Jahre
Warum ein Vogelschutzverein?

Die Antwort auf diese Frage gibt der Gründer des Vereins, Lehrer Gottfried Schmid, in einem seiner Jahresberichte:

"Durch das Überhandnehmen des Ungeziefers ist es bedingt, dass wir der Vermehrung der Singvögel die grösste Aufmerksamkeit schenken. Durch die moderne Betriebsweise in Feld und Wald ist den Vögeln sowieso manche Nistgelegenheit entzogen. Darum sind wir gezwungen, künstliche Brutgelegenheiten zu schaffen."

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Gratulation des Gemeindeammanns

Vor 50 Jahren ergriffen naturverbundene Männer von Gipf-Oberfrick die Initiative zur Gründung eines Natur- und Vogelschutzvereines. Bis noch vor wenigen Jahren waren Natur- und Vogelschutzverein sowie Verkehrs- und Verschönerungsverein miteinander verbunden. Das 50jährige Bestehen eines Vereins ist ein Grund zum Feiern, aber auch einer, um einen Marschhalt zur Besinnung einzuschalten, einen Blick zurückzuwerfen. Viel wichtiger an einem Jubiläum ist aber der Blick nach vorne.

Stellvertretend für Behörde und Bevölkerung möchte ich dem Verein, aber auch allen Initianten und der Trägerschaft der letzten 50 Jahre recht herzlich gratulieren und die besten Glückwünsche entbieten.

In vielen Frondienststunden wurden für unsere vom Aussterben bedrohten Vogelarten Nistkästen gebaut und an geeigneten Orten angebracht. Durch diesen uneigennützigen Einsatz konnte sicher mancher Vogelart über den heutigen Tag hinaus das Weiterleben ermöglicht werden.

Seit geraumer Zeit sind auch die Aufgaben des allgemeinen Naturschutzes in die Hände genommen worden. Im Zuge der Umstrukturierung unserer Felder und Wälder wurden viele schützenswerte Objekte erhalten, aber auch die Gelegenheit genutzt, um neue zu schaffen. Denken wir doch nur an das Biotop in der Linde und an die vielen kilometerlangen Bächlein in unserem Gemeindebann, die erhalten blieben, zum Teil neu ausgebaut und natur- sowie standortgetreu bepflanzt wurden.

Für die nahe und weitere Zukunft wurde viel erhalten und geschaffen, was aber auch viel guten Willen und Arbeit von den nächsten Generationen verlangt. Eine grosse und nicht einfache Aufgabe des Vereins in nächster Zeit wird sein, junge Leute zu motivieren, all das Erhaltene und neu Geschaffene weiterzutragen. So übernimmt der Natur- und Vogelschutzverein eine öffentliche Aufgabe, die von der Behörde wie auch von der ganzen Bevölkerung sehr geschätzt und anerkannt wird.

Im Namen des ganzen Dorfes möchte ich dem initiativen Vorstand sowie allen Vereinsmitgliedern für ihre Tätigkeit recht herzlich danken.

Der Natur- und Vogelschutzverein ist aus unserem Dorf nicht mehr wegzudenken. In diesem Sinne begleiten den Verein und seine Mitglieder meine besten Wünsche im nächsten Vierteljahrhundert.

......................................................................................Werner Schmid
......................................................................................Gemeindeammann

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Die Szene hat geändert

zwei Bilder von Gipf-Oberfrick mit dem Wolberg im Hintergrund (1939 / 1989)

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Vorwort des Präsidenten

Es ist eine Ehre für mich, den Natur- und Vogelschutzverein an seinem goldenen Jubiläum präsidieren zu dürfen. 10 Jahre stehe ich dem NVV-GO jetzt vor. Mit vielen Leuten bin ich im Zusammenhang mit unseren Vereinsaktivitäten in Kontakt gekommen, bin dadurch mehr und mehr ins Dorf hineingewachsen.

In Vorbereitung auf dieses Fest haben meine Frau und ich mit Vergnügen in den Dokumentenmappen gewühlt und Protokolle studiert, um so die Geschichte des Vereins wenn auch nur lückenhaft - wieder aufleben zu lassen. Auf den folgenden Seiten können Sie sich, liebe Leser, einige Kostproben aus den vergangenen 50 Vereinsjahren zu Gemüte führen. Höhepunkte wechselten mit argen Enttäuschungen. Zielsetzungen änderten sich: Aus dem «Vogelschutzverein» wurde ein «Natur- und Vogelschutzverein», denn heute geht es ums Ganze! Es geht um den integralen Schutz der Natur, eingeschlossen den Menschen; es geht um unsere Umwelt; es geht um unsere Lebensgrundlagen überhaupt. Aber nicht nur in die Vergangenheit des Vereins gehen meine Gedanken; auch nicht in erster Linie in seine Zukunft. Vielmehr geht es mir um die Zukunft der Schweiz, Europas, unseres Planeten. Wohin steuern wir? Können wir den Rückgang von Tieren und Pflanzen aufhalten? Können wir den Zustand unserer Umwelt zumindest auf dem heutigen Stand «einfrieren»? Die entsprechenden Gesetze und Verordnungen sind in der Schweiz vorhanden: Mit dem Gewässerschutzgesetz, der Luftreinhalteverordnung, dem Raumplanungsgesetz und der Nutzungsplanung verfügen wir über Instrumente, mit Hilfe derer eine Trendumkehr gelingen könnte, vorausgesetzt der politische Wille dazu ist auch vorhanden.

Hoffen wir, dass den Worten auch Taten folgen, damit die landesweit durchzuführende aufwendige Nutzungsplanung mehr als eine blosse Alibiübung wird.

......................................................................................Theophil Schläpfer

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Einleitung der Chronistin

Während des Aktenstudiums über die 50 Jahre des Vereins machte es immer wieder Freude festzustellen, dass die Leute des Vogelschutzes von allem Anfang an von der Liebe zur Natur bewegt waren und es bedauerten, wenn diese gedankenlos oder aus rein rationellem Denken geschädigt wurde.

Die langen Amtszeiten in den Vorständen zeigen zudem deutlich, dass es den Vorstandsmitgliedern ernst war mit der Sorge um die Natur. Standen dem Verein doch seit seiner Gründung nur insgesamt vier Präsidenten vor und führten bis 1985 nur ebenso viele Aktuare die Protokolle der Generalversammlungen. Zwei der letzteren übernahmen anschliessend an das Aktuariat sogar noch das Präsidium.

Es war nicht so einfach, aus den Akten die ganze Wahrheit über unser 50jähriges Geburtstagskind zu erfahren. Manchmal waren die Protokolle eher lakonisch kurz gefasst, dann aber auch oft wieder aussagekräftig und farbig.

In dieser Rückschau werden daher die Leute, die die Geschicke des Vereins eine Zeitlang innerhalb des halben Jahrhunderts leiteten, häufig durch ihre eigenen Berichte zum Leser sprechen.

......................................................................................Annemarie Schläpfer

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Wie es begann

Wenige Monate vor Ausbruch des z. Weltkrieges, am 4. März 1939, fand im Schulhaus Gipf - dem späteren Gemeindehaus - auf Initiative einiger Vogelfreunde die Gründungsversammlung des Vogelschutzvereins Gipf-Oberfrick statt.

Als Referenten konnten die Herren Hort und Räber gewonnen werden. Herr Albert Hort, der sich auch an späteren Versammlungen des neugegründeten Vereins als Referent oder, für die Exkursionen der ersten Jahre, als Leiter zur Verfügung stellte, war damals Lehrer der naturwissenschaftlichen Richtung und Rektor der Bezirksschule Frick. Fünf Jahre zuvor hatte er in seiner eigenen Gemeinde einen Vogelschutzverein gegründet, den er vierzig Jahre lang präsidierte. In einem Lichtbildervortrag zeigten die beiden Referenten den Gründungsmitgliedern des neuen Vereins die Vogelwelt ihrer Gegend. 47 Männer aus unserer Gemeinde trugen sich im Mitgliederverzeichnis ein und bezahlten sogleich auch den ersten Jahresbeitrag von Fr. 1.-.

Es wurde ein Vorstand von zehn Mitgliedern gewählt, der in einer ersten Sitzung über die Statuten beraten sollte. Man beschloss auch, Offerten für Nisthöhlen einzuholen, und setzte bereits auf Karfreitag, 7. April, eine erste Freiland-

Exkursion unter der Leitung von Rektor Albert Hort an.

Der Vorstand 1939:
Präsident...................Gottfried Schmid, Lehrer
Vizepräsident.............Hermann Schmid-Brogle
Aktuar.......................Walter Schmid (Warteck)
Kassier......................August Schmid-Rietschi
Beisitzer....................August Rickenbach (Grossrat)
.................................Robert Schmid (Förster)
.................................Emil Studer (Waldrand)
.................................Gottfried Häseli
.................................Adolf Rickenbach (Adler)
.................................Otto Mettauer

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Rektor Albert Hort

Von den ersten Jahren des Vogelschutz-
vereins kann man schwerlich berichten,
ohne einen bedeutenden Mann zu erwäh-
nen, der dem Vorstand immer wieder mit
Rat und Tat zur Seite stand: Albert Hort.
Mehrere Male wurde er an den General-
versammlungen für Referate über die
einheimische Vogelwelt zugezogen, und
die ersten Exkursionen wurden fast aus-
schliesslich von ihm geleitet, so auch die
erste vom Karfreitag im Gründungsjahr.

Grosser Aufmarsch zur ersten Exkursion

Das Interesse der Bevölkerung an der Vogelwelt war damals gross, wie die zahlreiche Beteiligung an der ersten Exkursion vom Karfreitag, 7. April, zeigte: 52 Personen pilgerten zum Märtengraben/Moos, und 26 verschiedene Vogelarten konnten beobachtet oder angehört werden. Es wurde auf diesem Gang sogar eine besetzte Eulennisthöhle ausfindig gemacht.

An einer Generalversammlung der kommenden Jahre wies Rektor Hort in seinem Referat zum Thema «Vögel der Heimat» dann besonders auf die Nützlichkeit der Eulen hin, und dass es sehr wichtig sei, Eulennistkästen aufzuhängen. Raubvögel bedürften eines vermehrten Schutzes, da sie den Mäusen zu Leibe rücken würden. Hierzulande seien nicht der Löwe und der Tiger die gefährlichsten Tiere, sondern die Mäuse, welche auf natürlichem Wege bekämpft werden müssten. Damals schon wurde vor deren Vergiftung gewarnt, weil dies ein Grund für das Sterben der Nützlinge sei.

Grosse Bewunderung für den beliebten Exkursionsleiter aus der Nachbargemeinde ist dem Exkursionsprotokoll vom 22. Mai 1949 von Rudolf Schmid, dem damaligen Aktuar und späteren Präsidenten des Vereins zu entnehmen: «Einmal wetteiferten die Mönchsgrasmücke und die Gartengrasmücke mit ihrem Kunstgesang um den ersten Rang. Ein anderes Mal waren es der Grünfink und der Goldammer, die um die Wette sangen. Dazu kam noch der Exkursionsleiter (gemeint ist Albert Hort), der all die schönen Stimmen so trefflich nachahmen konnte, als wären sie von der Vogelkehle weg. Er konnte uns alles erklären, was am Wege blühte, krabbelte und pfiff . . .»

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Gründer und erster Präsident
des Vogelschutzvereins von 1939 bis 1952

Lehrer Gottfried Schmid

Zur Zeit der Gründung des Vogelschutzvereins waren die Ziele noch etwas anders als heute: man verstand damals unter Vogelschutz hauptsächlich das Aufhängen von Nistkästen für Singvögel und deren Betreuung, die Winterfütterung, ferner auch Massnahmen zur Vertilgung von Krähen und Elstern und von Eichelhähern.
Unter den Vorstandsmitgliedern der ersten Jahre gab es aber bereits Leute, die den Vogelschutz in einem weiter gefassten Zusammenhang mit der Natur sahen und gewaltsame Eingriffe in dieselbe kritisch beobachteten und davor warnten.

Zweifellos war Lehrer Gottfried Schmid, der erste Präsident des neuen Vereins, einer von denen, die Zusammenhänge jenseits des auf der Hand liegenden Nutzens erkannten. Schon 1948 schrieb er in seinem Jahresbericht einen Passus, der ganz aktuell anmutet:

«Das Millionenheer der schädlichen Insekten kann nur durch eine grosse Vogelschar wirksam bekämpft werden. Leider muss man in den letzten Jahren die betrübliche Beobachtung machen, dass die Existenzmöglichkeiten der Vogelwelt sich immer mehr verringern. Wie manches Gebüsch verschwindet, wie viele Bächlein werden eingedeckt. Und doch sind erstere die Schlupfwinkel zum Brüten und die Schutzplätze vor Raubgesindel, und an den Bächlein sollten die Vögel ihren Durst stillen können. Mehr Einsicht und Vorsicht im Erhalten der Gebüsche und Bächlein täte Not.»

Oder folgende Stelle aus einem späteren Jahresbericht zum gleichen Problem: «Immer wieder muss man darauf aufmerksam machen, dass Büsche nicht wahllos entfernt werden sollten. Bächen und Gräben entlang sollte der Holzbestand nur gelichtet, nicht kahl geschlagen werden. Da, wo die Vögel Wasser in der Nähe haben, nisten sie auch gerne. Schonet darum ihre Brutplätze!»

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Was Präsident Schmid beunruhigte

Auch aus dem Protokoll des damaligen Aktuars Rudolf Schmid vom 12. März 1950 geht hervor, dass es dem Präsidenten ein vordringliches Anliegen war, den Mitgliedern des Vereins Naturzusammenhänge verständlich zu machen. Zudem kann man jenem Protokoll noch eine andere Sorge entnehmen, ein Gefühl der Ohnmacht: Was nützt all die Pflege, wenn andernorts ganz andere Bräuche herrschen. Der grausame Vogelmord im südlichen Nachbarland beschäftigte die Gemüter mit Recht.

«Der Präsident unterstrich besonders die Schattenseiten des Vogelschutzes. Hier stand an erster Stelle der grässliche Vogelmord des Südens. Diesem folgten das Verschwinden der Landschaftsbilder, wie Hecken und das Eindecken der murmelnden Bächlein, die den heimischen Vögeln Schutz und Nahrung boten. Weiter bemerkte der Sprecher, dass die Elstern in den letzten Jahren zahlreich zugenommen haben, und dass man im kommenden Jahr ernsthaft an eine Bekämpfung derselben denken müsse.»

Die Bemerkung über den oben erwähnten «grässlichen Vogelmord des Südens» wurde damals zwei Zeitungsberichten entnommen, die es verdienen, hier wiedergegeben zu werden:

Aus dem «Beobachter»:
«Bei Porto Ceresio am Luganersee, direkt an der Schweizer Grenze, befindet sich auf einem Hügel eine Vogelfanganlage. Sie war, wie dem Beobachter ein Tessiner schreibt, seit einigen Jahren ausser Betrieb. Nun hat ein Schweizer, der am Luganersee wohnt, diese Anlage gekauft und auf einer Strecke von ca. 300 Metern Netze gespannt. Die darin gefangenen Vögel werden bei uns verkauft. Wer diesen Herbst in Lugano in den Ferien weilte und die ausgehängten Speisezettel eines dortigen grossen Restaurants studierte, fand unter den Tagesplatten u. a. « 6 oiseaux et polenta» (6 Vögel und Polenta) zum Preis von Fr. 5.50 offeriert!

Die berüchtigten Vögeli-Essen, die der Beobachter schon vor Jahren scharf kritisiert hat, gehören weiterhin zu den kulinarischen Attraktionen, die anzupreisen man sich in erstklassigen Speiserestaurants Luganos nicht schämt.»

Und aus einer andern Zeitung:
«Italienische Vogelmörder. In einem Tessiner Blatt wird kommentarlos folgende «Jagdmeldung» aus Verona veröffentlicht: «Eine Gruppe Jäger der <Sektion Mitkämpfer und Heimkehrer>, welche vor einigen Jahren die Erlaubnis zum Auslegen von Garnnetzschlingen von je zehn Metern erhalten hatten, machten jüngst in einer Nacht auf einem Landgut bei San Pietro den ausserordentlich guten Fang von mindestens 25 Doppelzentnern Staren, die sofort auf verschiedenen Märkten Oberitaliens verkauft werden konnten.» Wenn man das Durchschnittsgewicht eines Staren auf 80 Gramm ansetzt, so mussten nicht weniger als 30000 dieser Zugvögel in einer Nacht ihr Leben lassen. Was nützt unter solchen Umständen alle Hege und Pflege, welche man hierseits der Alpen der nützlichen Vogelwelt angedeihen lässt?»
Begreiflich, dass solch traurige Nachrichten den Mitgliedern des Vogelschutzvereins zu schaffen machten.
Und wie ist es in neuerer Zeit in unserem südlichen Nachbarland mit dem Vogelmord bestellt? In einem Reiseführer jüngeren Datums über Süditalien ist folgende Stelle zu lesen:
«Die Wälder sind stumm, wenn man vom Summen der Insekten absieht, weil die Bewohner die Vögel lieber verspeisen als deren Gesang hören.»

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Biologische Zusammenhänge

Über biologische Zusammenhänge machte sich Gottfried Schmid in seinem Jahresbericht 1951/52 folgende Gedanken:

« Am Futterbrett habe ich die Beobachtung gemacht, dass Sonnenblumenkerne das beste Futter für unsere Singvögel sind. Gemischtes Futter lockt hauptsächlich Spatzen an, welche die andern Vögel vertreiben. Wohl haben auch die Spatzen die Berechtigung zum Leben. Jedes Wesen ist von Gott zu irgend einem Zweck an seine Stelle gesetzt worden. Sticht uns im Sommer eine Wespe, verfluchen wir ihr Tun. Sticht uns aber eine Biene, nehmen wir den Stachel hin und denken nur an den Honig, den sie uns bringt. Wenn der Maulwurf seine Gänge gräbt und Haufen um Haufen Erde auf die Wiese schiebt und dadurch das Heugras verdirbt, stellen wir ihm mit Fallen nach. Indem er aber seine Gänge gräbt, baut er Kanäle in den Boden, so dass die Luft in die Erde eindringen kann, wodurch der Pflanzenwuchs gefördert wird. Zuviel denken wir daran, was von Nutzen ist, und zu wenig, warum die Welt gerade so eingerichtet ist. Auch der verachtete Spatz wird seinen Zweck haben und er hat darum auch sein Lebensrecht. »

Der folgende Text stammt aus einer Fachzeitschrift. Gottfried Schmid erwähnte ihn in einem Jahresbericht, weil er damit einmal mehr auf die biologischen Zusammenhänge hinweisen wollte.

«Mit ganz feinen Mess-Instrumenten hat man eine Woche lang ein KohlmeisenPaar kurz nach dem Ausschlüpfen der Jungen aus den Eiern beobachtet, von morgens früh 4.30 Uhr bis abends 20.30 Uhr. Während dieser Zeit haben die Eltern ihre Jungen ununterbrochen gefüttert, sind in der Stunde rund 60mal zum Nest geflogen und haben pro Tag etwa 2880 Raupen vertilgt und verfüttert. Der Nutzen der Vogelwelt ist hiedurch deutlich veranschaulicht.»



Noch etwas zur praktischen Tätigkeit des Vogelschutzvereins in jener Zeit:

Dem Jahresbericht von Gottfried Schmid ist zu entnehmen, dass beispielsweise im Jahre 1951 12 neue Nisthöhlen aufgehängt wurden und dass seit der Gründung des Vereins ca. 190 Nisthöhlen plaziert worden waren. Alle zusammen hätten etwas mehr als Fr. 500.- gekostet. Rudolf Schmid, der nachfolgende Präsident und damalige Aktuar, war auch zuständig für die Nistkastenkontrolle. Beim Säubern halfen ihm die beiden Schüler Werner Rickenbach und Peter Zulliger.

Zwei erwähnenswerte Ereignisse aus den Jahren des ersten Präsidenten:

Ein Mitglied des Vorstands wanderte aus
Emil Studer, Mitglied des Gründungsvorstandes, war schon an der Generalversammlung vom 5. März 1944 an einen Kursleiter-Kurs abgeordnet worden. In den kommenden Jahren führte er einige Exkursionen. Am 12. November 1947 teilte Studer jedoch mit folgendem Wortlaut seinen Austritt aus dem Verein mit:
Entlassung

Da ich mein Geschäft verkauft habe und im Sinn habe, auszuwandern, bitte ich um Entlassung vom Vogelschutzverein. Für das mir entgegengebrachte Zutrauen spreche ich den herzlichsten Dank aus. Ich wünsche dem Verein alles Glück und ein gutes Fortbestehen.
Oberfrick, den 12. November 1947
............................................Emil Studer

Emil Studer wanderte mit seiner Familie nach Amerika aus. Er überliess dem Vogelschutzverein vier Bücher über die Vogelwelt.

Eine Sammlung für eine Brandkatastrophe
Die Brandkatastrophe des Dörfchens Stein im Toggenburg vom 29. März 1947 war wohl einer der schlimmsten Unglücksfälle, von denen eine Gegend in unserem Land in neuerer Zeit heimgesucht worden war. Das machte auch die Teilnehmer der Generalversammlung vom 30. März 1947 betroffen, und sie brachten mit einer Tellersammlung zugunsten der Brandgeschädigten die Summe von Fr. 36.- zusammen. Dass dies in der damaligen Zeit eine ansehnliche Summe war, beweist das Dankesschreiben des Aktionskomitees für die Brandgeschädigten. Darin wird dem Vorstand der «wärmste Dank» für die hochherzige Spende ausgesprochen.

Um den damaligen Geldwert etwas zu veranschaulichen, sei hier noch erwähnt, dass der Jahresbeitrag von Fr. 1.- erst 1962 auf Fr. 2.- erhöht wurde. (Heute beträgt der Jahresbeitrag Fr. 10.-.) Zum Vergleich sei noch eine weitere Zahl angemerkt: Das Vermögen des Vogelschutzvereins betrug im Jahre der Brandkatastrophe von Stein Fr. 85.67.

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Der zweite Präsident
des Vogelschutzvereins von 1952 bis 1966

Rudolf Schmid, Jagdaufseher

An der Generalversammlung vom 14. März 1948 wurde Rudolf Schmid für den ausgewanderten Emil Studer in den Vorstand des Vogelschutzvereins gewählt und übernahm gleichzeitig das Amt des Aktuars von Walter Schmid. Rudolf Schmids Protokolle und Exkursionsberichte sind lebendig geschrieben; es ist eine Freude, sie zu lesen.

Anfang der 50er Jahre wurde der neue Aktuar zuerst durch Rektor Hort und später in weiteren speziellen Kursen zum Exkursionsleiter ausgebildet.

1952 vertauschte er das Aktuariat mit dem Präsidium und trat in die Fussstapfen von Lehrer Gottfried Schmid, der aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.

Ein Beispiel für Rudolf Schmids Freude am Erzählen ist sein Protokoll über die Elsternbekämpfung vom 19. Mai 1950.

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Protokoll über die Elsternbekämpfung vom 19. Mai 1950

Durch taufeuchtes Gras wanderten am frühen Vormittag des 19. Mai 1950 drei Männer, ausgerüstet mit Leiter, Haken und Säge. «Was haben wohl diese im Sinn?> war die stille Frage einiger Zuschauer. Diese Frage wurde um so rätselhafter, als sie sahen, dass einer der drei Männer Jagdaufseher Rüfenacht war, ausgerüstet mit Flinte und Rucksack. «Jetzt auf die Jagd, wo doch die Natur mit all ihrer wunderbaren Art und Weise jedem Lebewesen die Möglichkeiten der Vermehrung bietet?> Die gleichen Gedanken mögen wohl auch diese Wanderer beschäftigt haben. Doch plötzlich kam Leben in das Trio. Ihre Blicke waren auf eine kleine Tanne gerichtet, die majestätisch am Bache stand. Dort war vor kurzem ein grosser Vogel mit krächzendem Ruf davon geflogen, gleichsam als wittere er Gefahr. So war es auch. Die Leiter wurde an den immergrünen Baum gestellt. Bald darauf sah man einen Menschen durch die dichte Krone dieser Tanne einem schwarzen Punkt zustreben. Ein Elsternhorst wurde geplündert, die Eier behutsam aus der Nestmulde gehoben, der ganze stolze Bau mit kräftigen Händen angefasst und zur Erde niedergeworfen. Ein Horst mit vier Eiern war vernichtet. - Jetzt ging's weiter. Mit Sperberblicken musterten die Männer jeden Baum und jeden Busch. Bald ging es zu einem Nussbaum, dann wieder zu einem Strauch. Überall, wo ein Elsternhorst entdeckt wurde, stieg einer hinauf und schaute nach dem Inhalt. Zum Teil waren sie leer, denn ein Elsternpaar baut in der Regel mehrere Horste. Sie brüten aber nur in einem Nest. Oft sind es prächtig erstellte Räuberburgen, deren Böden mit Lehm ausgemauert sind, oft bis zu 15 cm Dicke. Dieser Lehm trocknet an der Luft und an der Sonne sehr rasch und wird hart. Dies musste das Trio auf seinem Streifzug bald zur Genüge erfahren. Meistens baut der Raubvogel seine Brutstätte zudem auf den hohen Pappeln, welche man wegen ihrer Brüchigkeit nicht erklettern kann. Solche Nester waren dann jedes Mal das Ziel für die Büchse des Jagdaufsehers. Ein, zwei Schüsse verhallten im Echo in den nahen, im neuen Grün dastehenden Wäldern. Die eingetretene Ruhe wurde durch den herunterrieselnden Lehm vom Nestboden oder durch das leise Lispeln und Wimmern der frischgeschlüpften Insassen unterbrochen.

Erst nach der Mittagsstunde zogen die drei Eroberer dem Dorfe zu. In ihrem Gefäss zählten sie 47 Eier, die sie aus 26 Horsten entnommen hatten. Bloss ein einziger Altvogel fand den Tod unter den Salven, die Paul Rüfenacht auf die hochgelegenen Horste abgefeuert hatte.

So ging eine Bekämpfungsart der Elstern zu Ende. Gewiss mag sich diese Tat rechtfertigen, ist doch dieser Vogel in der letzten Zeit zu einem wahren Schrecken gegen die kleineren Singvögel geworden.

Mit friedlicher Laune verabschiedeten sich bald darauf die drei Vorstandsmitglieder des Vogelschutzvereins: Paul Rüfenacht, Paul Rickenbach und Rudolf Schmid. «Soweit der Bericht des damaligen Aktuars»

Beim Lesen dieser farbigen Schilderung wird sich aber mancher Naturfreund mit Recht fragen, wie verhielt sich dieser Gewaltsstreich mit der Aussage von Lehrer Gottfried Schmid, dass «jedes Wesen von Gott zu irgendeinem Zweck an seine Stelle gesetzt worden ist»? Wie verhält sich dieser rigorose Eingriff in die Vogelwelt mit den damals schon richtig erkannten biologischen Zusammenhängen?

Zweifellos wusste auch Rudolf Schmid, der neue Präsident des Vereins um diese Zusammenhänge. Das geht aus folgendem Brief hervor, in dem von der biologischen Schädlingsbekämpfung die Rede ist:

Brief des Präsidenten Rudolf Schmid an Dr. P. Leuthold vom 30. Nov. 1957
«Seit dem Bestehen unseres Vereins ist es üblich, dass an der ordentlichen Generalversammlung neben dem geschäftlichen Teil stets noch ein Vortrag über das Gebiet der Vogelwelt oder über Vogelschutz und ähnliche Fragen organisiert wird. In den letzten Jahren haben wir immer Referenten erhalten, die über eine Reise in einer von der Vogelwelt stark belebten Gegend berichteten. Zu solchen Referaten zeigten die Referenten in der Regel Lichtbilder oder gar Filmaufnahmen.
Schon lange hegten wir aber den Wunsch, einmal mit einem Referenten den eigentlichen Aufgaben unseres Vereins Rechnung zu tragen, der über das Thema Vogelschutz und Landwirtschaft oder über die biologische Schädlingsbekämpfung mit Berücksichtigung der heimischen Vogelarten sprechen würde.»

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Ein Velo aus dem Mäusefanggeld

Interessant ist auch die folgende Zeitungsnotiz vom 22. Oktober 1958. Ein Vogelfreund nimmt Stellung zur chemischen Mäusevernichtung, welcher die Landbesitzer in einer Versammlung zugestimmt hatten:

«Soll die Arbeit des Vogelschutzvereins im Winter vergessen sein, wenn den Raubvögeln im Sommer die natürliche Nahrung fehlt? Alle Jahre freue ich mich am Wettstreit der Schulkinder, die mit Mäusefallen in den Mäusekrieg ziehen und am Ende vom Jahr sich freuen am selbstverdienten Batzen. Stolz sagte mir ein Drittklässler: «Bis ich aus der Schule komme, möchte ich mir aus dem Fanggeld ein Velo kaufen. » Eine sehr nützliche Freizeitbeschäftigung geht unserer Jugend mit der chemischen Mäusebekämpfung verloren.»

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Nistkastenkontrolle

Sie wurde im Jahr 1964 ein Problem, wie Rudolf Schmid auf einem StatistikFormular an den Verband Aargauischer Vogelschutzvereine schreibt:

«Im abgelaufenen Jahr hat unser Verein grosse Schwierigkeiten mit der Nistkastenkontrolle gehabt. Niemand wollte sich für diese Angelegenheit zur Verfügung stellen. Dieses Problem wird für die kommende Generalversammlung eine schwere Nuss sein.»

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Personelles unter dem Präsidium von Rudolf Schmid

Der Vorstand 1952:
Präsident.......................Rudolf Schmid
Vizepräsident................Paul Rickenbach
Aktuar...........................Hans Rüfenacht
K
assier.........................August Schmid-Rietschi
Beisitzer........................Hans Husner
......................................Ignaz Leutwyler
......................................Hermann Schmid

Rücktritte und Neueintritte:
1955 wurde Adolf Schmid in den Vorstand des Vereins gewählt, und 1964 trat August Schmid-Rietschi nach 25jähriger Tätigkeit als Kassier zurück. Sein Nachfolger war Willy Lüthy. 1964 beschloss man zudem, den Vorstand auf fünf Mitglieder zu reduzieren.

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Der dritte Präsident
des Vogelschutzvereins von 1966 bis 1979

Hans Rüfenacht, Jagdaufseher
«Vater» des Dürstli-Reservates

Auch Hans Rüfenacht begann seine Tätigkeit im Vorstand des Vogelschutzvereins mit dem Aktuariat, welches er 1952 übernahm und 1956 an Adolf Schmid weitergab. Zudem war Hans Rüfenacht jahrelang für die Nistkastenkontrolle verantwortlich.

Die Idee eines Naturschutzreservates taucht auf

Im Sommer 1966 wurde an die Vogelschutzvereine des Kantons Aargau vom Kantonal-Verband aus ein Fragebogen über schützenswerte Landschaften in den Gemeinden verschickt. Zu der Zeit hatte die Gemeinde Gipf-Oberfrick noch keinerlei Naturschutzreservate, und der Vorstand begann sich nun ernsthaft mit dem Gedanken der Schaffung eines solchen zu befassen. Auf einem Fragebogen des Kantonal-Verbands trug Präsident Hans Rüfenacht die folgenden Gebiete als schützenswerte Landschaften ein:
Eisengraben-Linde
Feihalterbach und
das kleine Wäldchen « Eifeten».

An der Generalversammlung vom 17. März 1968 nahm der Wunsch nach einem Reservat konkretere Formen an: August Schmid-Rietschi, der frühere Kassier, wünschte, dass im Zuge der Güterregulierung ein kleines Reservat für den Vogelschutzverein sichergestellt werden sollte, und in einer Vorstandssitzung im Gemeindehaus, zusammen mit Walter Fricker, Erlinsbach, vom Kantonalverband, wurde kurz darauf beschlossen, dass der Verein ein kleines Grundstück erwerben wolle.
Präsident Rüfenacht schickte am 31. März 1969 folgenden Brief an die Bodenverbesserungsgenossenschaft Gipf-Oberfrick:

Sehr geehrte Herren

Wie Sie vielleicht wissen werden, befasst sich der Vogelschutzverein Gipf-Oberfrick schon seit längerer Zeit mit dem Gedanken an die Schaffung eines Reservates für unsere Vogel- und Pflanzenwelt. Im Zuge der laufenden Güterregulierung wird sich an den natürlichen Anlagen unserer Gemeinde (Bachläufe, Hecken usw.) zwangsläufig Verschiedenes

ändern. Wir begreifen sehr wohl, dass sich einige Änderungen aufdrängen. Doch möchte man daran denken, dass auch die freilebende Fauna

heute mehr denn je ihre Existenzberechtigung hat und nicht unwesentlich zum Nutzen der Landwirtschaft beiträgt.

Wir möchten deshalb höflich bitten. zu prüfen, ob sich landwirtschaftlich ungeeignetes Land zur Schaffung eines Reservates abzweigen liesse. Zu eventuellen Besprechungen werden wir uns gerne und jederzeit zur Verfügung stellen. Wir ersuchen Sie höflich, unsere Anfrage wohlwollend zu prüfen, und grüssen mit

..........................................vorzüglicher Hochachtung

..........................................Vogelschutzverein Gipf-Oberfrick


Eine Antwort der Bodenverbesserungsgenossenschaft konnte in den Akten nicht gefunden werden, aber dem Protokoll der Generalversammlung vom 3. Mai 1969 ist zu entnehmen, dass August Schmid-Rietschi dem Vogelschutzverein das Wäldli im „Dürstli“ anbot, und an der nächsten Generalversammlung, vom 18. April 7970, wurde der Kaufvertrag des erwähnten Grundstückes, von der Fläche von 6,32 a Wald, zum Preis von Fr. 150.- einstimmig genehmigt. Fast gleichzeitig erwarb auch der Aargaufische Vogelschutzverband ein Grundstück in unserer Gemeinde: 76 a Wiese und Wald in der Sespen zum Preise von Fr. 4000.-.

Ebenfalls an dieser bedeutungsvollen Generalversammlung sprach sich Heinrich Häseli gegen eine Schiessanlage im „Entel“ aus, weil das schöne Enteltäli den Spaziergängern und den Natur- und Vogelfreunden erhalten bleiben sollte. Er machte den Vorschlag, an einer geeigneten Stelle mit der Gemeinde Frick zusammen eine regionale Schiessanlage zu bauen.

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Schwalbenrettungsaktion

Von einer ganz anderen Tätigkeit des Vereins kann man im Protokoll der Generalversammlung vom 11. Juli 1975 lesen. Da ist die Rede von einer Schwalbenrettungsaktion nach einem kräftigen Kälteeinbruch im Frühjahr: «Die Tiere wurden verpackt und fortgeschickt. Dank für Frau Rüfenacht für ihre grosse Arbeit bei der Aktion.»

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Der vierte Präsident
des Natur- und Vogelschutzvereins ab 1979

Theophil Schläpfer

Wir nähern uns der jüngsten Vergangenheit des Vereins. An der Generalversammlung vom 30. April 1977 war Manfred Lüthy als fünftes Mitglied in den Vorstand des Vogelschutzvereins gewählt worden. Er füllte eine seit längeren Jahren vakante Stelle im Vorstand.

Zwei Jahre später, an der Generalversammlung vom 20. April 1979, ersetzten Peter Strebel und Theophil Schläpfer zwei zurücktretende Vorstandsmitglieder, den Präsidenten Hans Rüfenacht und den ehemaligen Präsidenten Rudolf Schmid, der dem Verein während 31 Jahren gedient hatte. Theophil Schläpfer avancierte vom Stimmenzähler der Generalversammlung zum neuen Präsidenten, und Lehrer Strebel, der sich bereits durch Nistkasten-Montieren mit seinen Schülern die Sporen abverdient hatte, wurde Kassier. Einen eigentlichen Kassier hatte der Verein seit der Demission von Willy Lüthy im Jahre 1972 nicht mehr gehabt. Präsident Hans Rüfenacht hatte neben den Nistkästen während der letzten sieben Jahre auch noch die Kasse betreut!

Der Jahresbeitrag wurde an dieser Versammlung auf Fr. 5.- für Erwachsene und auf Fr. 3.- für Schüler festgesetzt, und Kassier Peter Strebel versuchte auf seinem Rundgang durch das Dorf jedermann zu einem Beitrag zu bewegen. Auf seinem ersten Einzug hatte er bei nicht weniger als 230 Familien Erfolg!

Der Vorstand 1979:
Präsident................Theophil Schläpfer
Vizepräsident..........Manfred Lüthy
Aktuar.....................Adolf Schmid
Kassier....................Peter Strebel
Beisitzer..................Paul Rickenbach

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Es entstehen zwei Feuchtbiotope

An der Generalversammlung 1979 war bekannt gegeben worden, dass dem Verein mit der Güterregulierung das Wäldli in der «Linde» zugeteilt worden war. Es sollte noch ein bis zwei Jahre landwirtschaftlich genutzt und dann in ein Feuchtbiotop umgewandelt werden. Bereits etwas früher war beim Schulhaus auf Initiative von Lehrer Strebel ein Feuchtbiotop entstanden. Ende des Jahres 1980 spendete die Freisinnige Demokratische Kantonal-Partei als Wahlspende Fr. 500.- für die Gestaltung des Lindenweihers, und der damalige Präsident der FDP Gipf-Oberfrick, Fritz Maurer, liess es sich nicht nehmen, bei klirrender Kälte den Check an Ort an die Vertreter des Natur- und Vogelschutzvereins zu überreichen.

Am 12. Juni 1983 war es soweit: Der Lindenweiher konnte bei schönem Sommerwetter mit einem kleinen, frohen Fest eingeweiht werden. In über 100 Frondienststunden war das Biotop entstanden, und eine ganze Reihe von einsatzfreudigen Mitgliedern hatte zum guten Gelingen mitgeholfen. Nicht immer war das Wetter so gut wie am Tag der Einweihung. Die Pflanzaktionen geschahen sehr oft bei feuchter Witterung, und als der Weiher ausgehoben wurde, war der Pneutrax im total aufgeweichten Boden gekippt und samt dem Fahrer in den Morast gesunken. Glücklicherweise war dabei niemand zu Schaden gekommen.
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Ornithologisches Inventar

Pflanzen- und Tierwelt sind äussere Anzeiger für den gegenwärtigen Stand unserer Zivilisation, durch welche die Natur immer mehr zurückgedrängt wird. Auenwälder sind selten geworden, und es gibt nur noch wenig Feuchtgebiete. Als Folge davon sind viele Wasserpflanzen und gewisse Tierarten verschwunden. Auch in unserer Gegend ist durch die intensive Kultivierung die Vielfalt der natürlichen Umwelt stark zurückgegangen. Um den gegenwärtigen Stand festzustellen und allfällige Massnahmen zum Natur- und Landschaftsschutz treffen zu können, werden in den einzelnen Kantonen Inventare der Objekte aufgenommen, welche bedroht sind. Beispiele für solche Objekte sind Magerwiesen, Feuchtstellen, Hecken, Bachläufe, Hochstammanlagen, spezielle Waldstandorte, Waldränder usw.

Unser Vorstandsmitglied, Manfred Lüthy, wurde mit der Leitung des «ornithologischen Inventars des Kantons Aargau» (OIA) betraut. Das Baudepartement übertrug ihm die Aufgabe, die Inventarisierung der Vogelwelt in allen 231 Gemeinden zu koordinieren. Im OIA galt es, mit Hilfe von ornithologischen Indikatoren den Zustand der Umwelt in unserem Kanton zu erforschen. Ornithologische Indikatorarten sind Vogelarten, die von einer ganz bestimmten Umgebung abhängig sind. Das sei mit folgendem Beispiel erklärt: Grünspecht, Steinkauz und Wendehals zeigen das Vorhandensein von hochstämmigen Obstbäumen an. Mit dem Überhandnehmen von Intensivobstanlagen verschwinden sie, weil alle drei Höhlenbrüter sind und in den niederstämmigen Bäumen keine Wohnung finden. In Gipf-Oberfrick wurde diese Inventarisierung in den Jahren 1985/86 von Vorstandsmitgliedern des Natur- und Vogelschutzvereins durchgeführt.
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Nutzungsplanung

In unserer Gemeinde haben einige Vorstandsmitglieder neben dem ornithologischen Inventar in den Jahren 1986-1988 auch ein Landschaftsinventar aufgenommen, das zusammen mit anderen Unterlagen als Entscheidungsgrundlage für den Nutzungsplan dient. Im Rahmen dieser Bestandesaufnahme wurden in der Gemeinde Gipf-Oberfrick insgesamt 150 Objekte beschrieben und in einem kommentierten Dokument gesammelt.
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Bachuferbepflanzungen 1986 und 1987 jeweils im Frühjahr

Weitere Aktivitäten des Vereins in den letzten Jahren waren die Bachuferbepflanzungen am Sespenbach, Moosmattbach und am Feihalterbach. Im Rahmen der Bodenverbesserungsgenossenschaft waren diese Bachläufe saniert worden. Damit die gestörte Pflanzen- und Tierwelt entlang den Bächen wieder in ein natürliches Gleichgewicht gebracht werden konnten, wurden die Ufer mit Heckenpflanzungen versehen. Dabei halfen teils ganze Schulklassen und teilweise andere Dorfbewohner auf freiwilliger Basis. Fast jedes Mal waren die Wetterverhältnisse ausgesprochen widerwärtig, und man konnte von eigentlichen Schlammschlachten sprechen.

Bild Bachuferbepflanzung
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Im Winter 1987/88 lockte ein ornithologisches Ereignis viele Leute nach Gipf-Oberfrick, in die Gegend des Hombergs, die

Bergfinken-Invasion

Theophil Schläpfer schrieb darüber folgenden Artikel in die Dorfzeitung von Anfang 1988:

«Seit dem 1. Dezember vergangenen Jahres geht allabendlich ein Spektakel über die Bühne, wenn Hunderttausende von Bergfinken, von der Futtersuche kommend, in Schwärmen von 100 bis 500 Individuen dem Homberg zustreben und sich dort vor der «Nachtruhe» harmonisch in die faszinierenden Gruppenübungen der Grossschwärme einfügen. Aus allen Himmelsrichtungen treffen sie ein -und ungefähr eine Stunde vor der Dämmerung beginnt das Schauspiel. Tagsüber ist es am Homberg ruhig. Der Mäusebussard zieht hoch über dem Tal seine Kreise, ein Kolkrabe segelt am Tiersteinerberg und gibt ab und zu sein charakteristisches « Korr» von sich, dann der markerschütternde Schrei eines Eichelhähers, sonst Ruhe.
Doch in der näheren und weiteren Umgebung herrscht Hochbetrieb im Buchenwald. Bei einer Fluggeschwindigkeit von 50 bis 60 km/h ist der Aktionsradius der Bergfinken genügend gross, dass auch nach zwei Monaten immer noch neue Futterquellen erschlossen werden können. Wieviel Baumsamen verschlingt ein solcher Grossverband von Finken? Machen wir eine Überschlagsrechnung: Das Körpergewicht eines Bergfinken beträgt 20 Gramm. Bei 5 Gramm Körnern pro Vogel pro Tag und einer Million Vögel ergäbe dies die respektable Menge von 5 Tonnen pro Tag!
Längst hat es sich herumgesprochen. An den Wochenenden strömen Schaulustige zu Hunderten aus der halben Nord-West-Schweiz herbei und wollen sich das Naturereignis nicht entgehen lassen. Die Bergfinken stört das nicht, die Bauern schon mehr.
Woher kommt der Bergfink denn eigentlich? Seine Brutgebiete liegen in Mittel- und Nordskandinavien. Alljährlich zieht er im Winter nach Süden. «Unsere Finken» haben demnach eine Strecke von zumindest 2000 km hinter sich. Grosse Ansammlungen wie 1987/88 erleben wir nur alle paar Jahre einmal; die letzte solche Invasion fand 1977/78 im Röserental bei Liestal statt.»
Anlässlich der Generalversammlung vom 5. Februar 1988 wurde ein Film über die Bergfinken-Invasion im Röserental im Winter 1977/78 gezeigt. Dort konnten die Zuschauer erfahren, dass das Auftreten riesiger Schwärme von «buchfinkenartigen Vögeln» seit dem 13. Jahrhundert aktenkundig ist.

Ein einzelner Bergfink ist ein eher unscheinbares Wesen, ein Bergfinkenschwarm hingegen ein imposantes Naturereignis. Wenn dieser Vogel in Millionenstärke unsere Buchenwälder heimsucht, verdunkelt sich der Himmel über den Bäumen.

Bild Bergfinkeninvasion

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Ein Naturlehrpfad

Die Bachuferbepflanzung des Moosmattbaches war gleichzeitig Vorbereitung für einen Naturlehrpfad, der am Jubiläumstag, dem 10. September 1989, eingeweiht werden soll.

Es handelt sich dabei um Gemeindeland, das bei der Güterregulierung ausgeschieden und in den beiden Jahren 1987/88 durch die Schule und durch Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins mit einheimischen Bäumen und Sträuchern bepflanzt wurde. In der ersten Juliwoche des Jubiläumsjahres war eine Aarauer Kantonsschulklasse mit ihrem Klassenlehrer, Ignaz Schmid und einem weiteren Lehrer für eine Pflegeaktion an diesem Lehrobjekt eingesetzt. Die jungen Leute säuberten die noch kleinen Bäumchen und Sträucher vom Gras, das diese zu überwuchern drohte. Die Aktion der Aarauer Mittelschüler war Teil eines Spezialprogramms, das an der «Alten Kantonsschule» im Rahmen des Langschuljahres während der letzten vier Wochen vor den Sommerferien durchgeführt worden war. Für den Natur- und Vogelschutzverein war es eine willkommene Gelegenheit, an diesem Lehrobjekt Schüler einsetzen zu können, soll es später ja auch wieder Schülern zur Beobachtung dienen. Mit der artenreichen Bepflanzung des Moosmattbachufers hofft man eine Vielfalt von Insekten, Vögeln und Kleintieren herbeizuführen und zu erhalten.

Bild Naturlehrpfad

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Personelles der jüngstvergangenen Jahre

Anlässlich der Generalversammlung vom 25. Januar 1985 traten die beiden langjährigen Vorstandsmitglieder Adolf Schmid und Paul Rickenbach zurück. An ihre Stelle wurden Karl Giese, der das Aktuariat übernahm, und Gemeinderat Peter Rickenbach gewählt. Die Familie Rickenbach bewies von jeher ein Interesse für die Belange des Vereins, löste Peter doch seinen Vater Paul im Vorstand ab, und gehörte zudem sein Grossvater, Grossrat August Rickenbach, zu den Gründungsmitgliedern.

An der Generalversammlung vom 24. Januar 1986 wurden erstmals Ehrenmitglieder ernannt. Es sind dies die vier langjährigen Vorstandsmitglieder:
Rudolf Schmid
Paul Rickenbach
Hans Rüfenacht
Adolf Schmid

Anlässlich der letzten Generalversammlung vom 3. Februar 1989 gab es erneut Veränderungen im Vorstand. Manfred Lüthy, der dem Verein während einem Dutzend Jahre mit seinem fundierten Wissen zur Verfügung gestanden hatte, trat zurück. An seine Stelle wurden zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt:
Franziska de Maddalena und Iwan Stössel

Bild neuer Vorstand


Somit setzt sich der heutige Vorstand folgendermassen zusammen:
Präsident
..................Theophil Schläpfer
Vizepräsidentin
..........Franziska de Maddalena
Aktuar
.......................Karl Giese
Kassier
.....................Peter Strebel
Beisitzer
....................Peter Rickenbach
................................Iwan Stössel
Rechnungs-
...............Christoph Bolliger
revisoren
...................Kurt Reimarm

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Vom Vogelschutzverein zum Natur- und Vogelschutzverein Gipf-Oberfrick (NVV-Gipf-Oberfrick)

Am 30. April 1983 war in Aarau der Verband Aargaufischer Vogelschutzvereine (VAV) und der Aargaufische Natur- und Vogelschutzverband (ANV) zum neuen Verband Aargaufischer Natur- und Vogelschutzvereine (VANV) zusammengeschlossen worden. Unser örtlicher Verein hatte seine Bezeichnung bereits 1979 in Natur- und Vogelschutzverein (NVV) erweitert.
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Zum Schluss

Der Kreis der 50 Jahre hat sich nun geschlossen. Vielleicht haben Sie, liebe Leserin und lieber Leser, nach dieser kurzen Bestandesaufnahme Lust mitzumachen? Neue Mitglieder sind dem Verein jederzeit willkommen, er freut sich über Ihr Interesse und natürlich auch über helfende Hände, die immer gebraucht werden.

Das Datum der jährlichen Generalversammlung, die neben den geschäftlichen Traktanden immer auch noch einen aktuellen informativen Teil anbietet, kann aus der Tagespresse erfahren werden, ebenso die Orientierung über die verschiedenen Exkursionen. Beachten Sie auch die immer attraktiv gestalteten Flugblätter, die über die Aktivitäten des Vereins Auskunft geben.

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Allerlei Erwähnenswertes aus den 50 Jahren des Vereins

Generalversammlungen waren in den ersten Jahren meist festliche Angelegenheiten: Sie fanden an einem Sonntagabend, manchmal sogar schon am Nachmittag, statt und wurden hie und da sogar mit einem Konzert des Männerchors bereichert. Fast immer wurde ein auswärtiger Referent beigezogen, der Lichtbilder oder einen Film zur Thematik des Vogelschutzvereins zeigte.

Ornithologische Exkursionen in den ersten Jahren fanden jeweils am Karfreitag statt.

Die Zeitschrift: «Die Vögel der Heimat» wurde lange Jahre im Hotel Hirschen und im Restaurant Warteck auf Kosten des Vogelschutzvereins aufgelegt «jedem Natur- und Vogelfreund zur Belehrung», wie aus den Protokollen zu erfahren ist. (Man denke an die Papierflut und an das Massenkopieren in unserer Zeit!)

1946 wurden an die Schüler 5 kg Sonnenblumenkerne verteilt. Das ergab 35 kg Winterfutter für den Vogelschutzverein. Die Schüler bekamen dafür Fr. 23.-. Einige Schüler kontrollierten damals die Nistkästen.

An der Generalversammlung vom 19. Mai 1950 wurde beschlossen, bei Haubensack und Söhne in Basel 25 kg Winterfutter für die Singvögel zu bestellen. Für die Winterfütterung wurden auch Futterautomaten aufgestellt.

1950 war der Wiedehopf noch in unserer Gegend, es wurden zwei Nistkästen für diesen Vogel montiert.
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Höhepunkte im Vereinsleben

- Gründung: 4. März 1939 im Schulhaus Gipf

- 25 Jahre Vogelschutzverein Gipf-Oberfrick: Generalversammlung vom
...11. April 1964 im Gasthaus Krone

- Einweihung Schulbiotop 1980

- Einweihung Lindenbiotop: 12. Juni 1983

- 50 Jahre Natur- und Vogelschutzverein Gipf-Oberfrick und Einweihung
...Naturlehrpfad: 10. September 1989

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Personelles über 60 Jahre
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Präsidenten Gottfried Schmid 1939-1952
Rudolf Schmid 1952-1966
Hans Rüfenacht 1966-1979
Theophil Schläpfer 1979-1993
Franziska de Maddalena 1993-2002
Thomas Kyburz-Boutellier ab 2002
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Aktuare Walter Schmid 1939-1948
Rudolf Schmid 1948-1952
Hans Rüfenacht 1952-1956
Adolf Schmid 1956-1985
Karl Giese 1985-1993
Iwan Stössel 1993-2000
Monika Weilenmann ab 2001
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Kassiere August Schmid-Rietschi 1939- 1964
Willy Lüthy 1964-1972
Hans Rüfenacht (Präsident) 1972-1979
Peter Strebel 1979-1993
Walter Hohler 1993-2001
Edith Weisshar 2001-2002
Regine Leutwyler ab 2002
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Ehrenmitglieder Rudolf Schmid 1948-1979
Paul Rickenbach 1950-1985
Hans Rüfenacht 1952-1979
Adolf Schmid 1955-1985
Theophil Schläpfer 1979-1993
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Bild (Albert Hort):

Albert Hort verstand es,
jung und alt für die Natur
zu begeistern!